Tage 65-72: Bis Kennedy Meadows North (Ansel Adams Wilderniss, Yosemite NP)

Tage 65-72: Bis Kennedy Meadows North (Ansel Adams Wilderniss, Yosemite NP)

Nach Mammoth Lakes ging es zunächst weiter durch die Ansel Adams Wilderniss bis Tuolumne Meadows. Die Gegend war zum größten Teil bewaldet und hier lag nicht mehr so viel Schnee.

Die vielen kleinen Flüsse sind voller Schmelzwasser.
Bewaldeter Trail.
Auf den höheren Bergen liegt immer noch Schnee.

In Tuolumne Meadows gibt es nicht viel, nur eine Ranger Station und ein paar weitere Gebäude. Kurz nach Tuolumne Meadows beginnt allerdings der Yosemite Nationalpark, der für viele ein besonderes Highlight auf dem Trail ist.

Entering Yosemite Wilderniss

Die Tage im Yosemite NP waren für mich aber nicht so toll, da ich ab dem Nachmittag in Tuolumne Meadows ziemlich krank war. Vor allem am Samstag und Sonntag ging es mir ziemlich schlecht und ich konnte jeweils nur wenige Meilen wandern. Ich bin jeweils morgens einige Meilen im Schneckentempo gewandert und habe dann erst mal mein Zelt wieder aufgebaut um zu schlafen. Nachmittags bin ich dann nochmal einige Meilen gewandert – ich musste ja dennoch näher an den nächsten Resupply-Ort kommen (Kennedy Meadows North), da ich ja nur begrenzt Essen zur Verfügung hatte. Ich musste es etwas rationieren, aber es hat gereicht. Montag und Dienstag ging es mir auch schon wieder viel besser und ich konnte wieder längere Distanzen wandern. Zum Glück, denn am Ende ging es noch über den Sonora Pass, der quasi den Abschluss der Sierra Nevada bedeutet. Der war nochmal recht anspruchsvoll mit recht viel Schnee.

Im Yosemite NP selbst habe ich leider relativ wenige Fotos gemacht. Es gibt dort unglaublich viele Flüsse und Bäche und durch die wenigsten davon kommt man trockenen Fußes. Durch das viele Wasser gibt es auch extrem viele Moskitos. Sobald man stehen bleibt Umschlägen einen direkt zig Blutsauger, was richtig nervig ist. Im Camp konnte man sich fast nur noch mit Regenhose, Regenjacke und Moskitonetz für den Kopf bewegen.

Tuolumne Meadows
Wenn man Glück hatte, konnte man über Baumstämme trockenen Fußes auf die andere Seite kommen.
Meistens war das aber nicht der Fall.
An einem Tag gab es Regenwetter.
Am nächsten Morgen war es aber wieder klar. Nebelschwaden stiegen vom See aus auf.
Ein anderer schöner See.

Am Ende ging es dann über den Sonora Pass, der schon wieder außerhalb des Yosemite NP liegt. Hier hat sich die Landschaft wieder radikal verändert. Der Untergrund ist jetzt eher schotterartig und von rötlicher Farbe. Es scheint insgesamt wieder viel trockener zu sein, was hoffentlich weniger Moskitos bedeutet.

Aufstieg zum Sonora Pass. Man sieht sehr gut die Zickzacklinien (Switchbacks) des Trails, die sich vom Schnee abheben.
Aufstieg zum Sonora Pass.
Die Landschaft hat sich sehr verändert.
Es waren noch ein paar Schneereiche Traversen zu bewältigen.

Jetzt bin ich im Kennedy Meadows Resort, etwa 8 Meilen vom Trail entfernt. Hier kann man übernachten und es gibt ein Restaurant und einen kleinen Shop, der ausreichend hikertaugliches Essen für einen Resupply hat.

Der nächste richtige Ort wird dann in 4-5 Tagen South Lake Tahoe sein.

Übrigens habe ich mittlerweile mehr als 1000 Meilen hinter mich gebracht!

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