Tage 26-27: Mesa Campground bis Wrightwood

Tage 26-27: Mesa Campground bis Wrightwood

Der Campground am Silverwood Lake war ein bisschen enttäuschend, da man den See von dort aus gar nicht sehen konnte. Ich hatte eigentlich gedacht, der Campground läge direkt am See und man könnte da mal mit den Füßen rein. Man hätte zwar vom Campground aus zum See runterlaufen können, aber gelaufen war ich ja schon genug…

Am Morgen ging es sehr früh wieder auf den Trail. Mein Ziel war, am Mittag die Interstate 15 am Cajon Pass zu erreichen, denn dort gibt es es McDonald’s, Subway, Del Taco und einen Convenience Store an einer Tankstelle. Die Sonne hat einen auf dem Weg dahin wieder gnadenlos gebraten und ich war froh, als ich endlich dort ankam.

Blick auf Cajon Pass mit Mt. Baden-Powell im Hibtergrund. Dorthin geht es in wenigen Tagen.

Zu meiner Überraschung habe ich am Cajon Pass auch die legendäre Route 66 überschritten. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.

Route 66 am Cajon Pass

Am Cajon Pass hatten sich bestimmt schon 20 Hiker versammelt, die dort im Schatten rumlagen und das Essen von einem der Fast Food Restaurants verdauten.

Am einfachsten wäre es gewesen, zu McDonald’s zu gehen, aber das wollte ich nicht. Ich wollte zu Subway, was aber leider auf der anderen Seite der Interstate lag. Daher musste ich mich erst über einige fußgängerunfreundliche Straßen kämpfen und war froh, als ich drüben endlich mein Sub, eine Cola in Größe Medium (wäre bei uns als Größe XL durchgegangen) und einen Cookie bestellen konnte.

Mit vollem Bauch ging es nochmal durch den Verkehr zurück auf die andere Seite, wo ich mich ebenfalls im Schatten niederließ. An der Exke des McDonald’s-Gebäudes hatte jemand Steckdosen entdeckt, sodass ich sogar meine Geräte dort noch etwas aufladen konnte.

Blick auf den Cajon Pass mit den Fast Food Restaurants

Zwei Stunden später ging es zurück auf den PCT. Das nächste Ziel war ein sogenannter Wassercache. Manchmal sind die Strecken ohne Wasser so lang, dass freiwillige Helfer (Trail Angels) Wasser in Flaschen oder großen Behältern für die Wanderer zum Trail bringen. Normalerweise sollte man sich auf die nicht verlassen, aber bei diesem handelte es sich um einen besonders gut gepflegten Cache, bei dem regelmäßig jemand kontrolliert, ob noch genug Wasser da ist. Erst wollte ich an dieser Stelle campen, aber dann habe ich mich doch entschieden, meinen Wasservorrat um zwei Liter aufzustocken und doch noch weiter zu laufen, um etwas näher an Wrightwood heran zu kommen.

Auch eine Eisenbahnlinie verlief hier.

Wie es Pässe so an sich haben, geht es danach wieder steil bergauf. Etwa 4 Meilen später gab es dann wieder einige Zeltplätze und am Ende waren hier etwa 10 Wanderer, sodass die Plätze auch schon wieder knapp wurden. Da noch einigermaßen früh da war (gegen 19:00), habe ich aber noch einen guten, ebenen Platz bekommen. Als es dunkel wurde, offenbarte sich ein wunderschöner Blick auf San Bernardino und die Interstate. Ich war so fasziniert davon, dass ich lange gar nicht in mein Zelt wollte. Auf den Fotos kommt dad aber wahrscheinlich nicht so beeindruckend rüber…

Auf dem Weg auf den Berg wurde das Tageslicht schon weniger.
Mein Zelt mit den Bergen im Hintergrund.
Viele Autos schlängeln sich durch die Landschaft.
Die Lichter von San Bernardino erstrahlen im Tal.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter bis zum Acorn Trail, der steil hinab in die Stadt Wrightwood führt. Nach einer Stärkung (Sandwich vom Deli im Supermarkt) habe ich dann bei zwei Trail Angels in Wrightwood angerufen, die Plätze zum Übernachten anbieten. Der erste nahm aber nicht ab, aber beim zweiten Versuch hatte ich Glück. Jetzt übernachte ich in einem Gästezimmer bei Trail Angel Bonnie, die mich sogar im Zentrum von Wrightwood abgeholt hat.

Heute habe ich zum ersten mal Poison Oak auf dem Trail gesehen, eine Pflanze, die bei Berührung sehr giftig ist.

Bloß nicht berühren…

Momentan überlege ich noch, ob ich evtl. noch eine zweite Nacht in Wrightwood bleiben soll oder ob ich morgen nach dem Resupply zurück auf den Trail gehe.

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