Tage 18-20: San Gorgonio Mountains

Tage 18-20: San Gorgonio Mountains

Nachdem die Sonne endlich wieder aufging und uns von unserem Leben unter der Brücke wieder erlöste, habe ich direkt meine Sachen zusammen gepackt und bin wieder auf dem PCT gestartet.

Das Unwetter hatte sich gelegt, allerdings war das Wetter dennoch noch etwas durchwachsen. Die Sonne schien zwar, aber etwas entfernt waren auch dunkle Wolken über den Bergen und der Wetterbericht gab noch bis zum Nachmittag eine Regenwahrscheinlichkeit von 60% an. Zur Sicherheit habe ich daher die Sachen in meinem Rucksack nochmal etwas umgepackt, damit die wichtigsten Sachen (Schlafsack, Schlafmatte, Kleidung, Elektronik) auch wirklich gut vor Nässe geschützt waren.

Der Trail führte jetzt durch die San Gorgonio Mountains. Zunächst ging es durch das Gelände der Mess Wind Farm (Windpark) und nach einiger Zeit kam man auch an dem zugehörige kleinen Bürogebäude vorbei. Die Mitarbeiter dort sollen sehr hikerfreundlich sein und sogar eine kleine Auswahl an Lebensmitteln an die PCT-Hiker verkaufen. Aber ich brauchte nichts und für eine Pause war es auch noch zu früh, also habe ich mich entschieden vorbeizulaufen.

Bürogebäude der Mesa Wind Farm

Es zogen immer wieder dunkle Wolken über den Trail hinweg und es sah sehr nach Regen aus. Zwischendurch habe ich sogar meine komplette Regenmontur aus Regenjacke und -Hose angezogen, aber am Ende kamen dann doch nur ein paar Tropfen.

Kommt da noch Regen oder nicht?

Seit heute bin ich zeitweise immer wieder mal mit einem weiteren Wanderer aus Deutschland mit dem Trailnamen Lion unterwegs, der so heißt, weil im das seltene Glück zuteil wurde, einem Mountain Lion (Puma) zu begegnen. Mit Lion habe ich dann etwas später auch bei einer kleinen Pause zusammen gesessen, bei der ich auch gefrühstückt habe.

Kanada ist schon etwas näher gekommen…

Der Trail führte etwas später durch ein sehr schönes Tal entlang eines kleinen Flusses. An der ersten Stelle, bei der der Trail auf den Fluss stieß, gab es sogar eine Art kleinen Strand, an dem sich schon jede Menge Hiker versammelt hatten. Ein guter Ort für die Mittagspause.

Kleiner Strand am Fluss, viele Wanderer und ein Finger im Bild. Im Hintergrund sieht man nochmal Mt. San Jacinto, der seit dem Sturm in der Nacht wieder stärker mit Schnee bedeckt ist.
Der PCT folgt dem kleinen Fluss für einige Meilen.

Wenn der PCT wie hier einem Nach folgt, ist das äußerst praktisch, denn so muss man sich keine großen Gedanken über das Wasser zum Trinken machen. Man muss nur aufpassen, dass man die letzte Zugangsmöglichkeit zum Bach nicht verpasst. Zur Planung, wie viel Wasser man tragen muss und auch um zu schauen, wo geeignete Zeltplätze sind, dient übrigens die App FarOut, in der die wichtigsten Wegpunkte (Wasserquellen, Zeltplätze, Straßenüberquerungrn, …) verzeichnet sind und in der man jederzeit seinen aktuellen Standort sieht.

PCT-Abschnitt entlang des Bachs mit den vielen Zugangspunkten zum Wasser

Am Abend ging es noch über einen kleineren Berg und anschließend in ein wunderschönes Tal an einem weiteren Bach. Hier habe ich mich entschieden, mal wieder zu cowboycampen, denn für die Nacht (und auch die nächsten Tage) war kein Regen mehr vorhergesagt. Der Zeltplatz war eine schöne Entschädigung für die Übernachtung unter der Brücke vorher.

Am nächsten Tah hat sich nichts besonderes ereignet. Es ging den ganzen Tag wieder ordentlich bergauf, bis zu einem recht hoch gelegenen größeren Zeltplatz. Mittlerweile war ich schon wieder auf einer Höhe, bei der entlang des Trails schon wieder ein wenig Schnee lag. Entsprechend war die Nacht auch wieder recht kalt, ich glaube es war die kälteste bisher.

Diesmal habe ich mein Zelt im Panoramamodus aufgebaut.

Am nächsten Tag gab es erst mal wieder für 17 Meilen kein Wasser, sodass ich mit vier Litern auf dem Trail gestartet bin. Allerdings war es aufgrund der Höhe den ganzen Tag über recht kalt, sodass ich schnell gemerkt habe, dass ich viel weniger brauchen werde und daher immer wieder mal was weg geschüttet habe, um Gewicht zu sparen.

PCT
Immer wieder gab es Ausblicke auf einen höheren schneebedeckten Berg.
Am zweiten Tag war der Trail in den San Gorgonio Mountains teilweise recht einfach.

Am Ende ging es zu einem Zeltplatz einige Meilen vom Highway 18 entfernt, auf dem es am nächsten Tag dann in das kleine Städtchen Big Bear Lake gehen wird.

Bisher auf dem PCT zurückgelegte Strecke: 259,4 Meilen

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