Tage 10-11: Bis zum Paradise Valley Cafe

Tage 10-11: Bis zum Paradise Valley Cafe

Die letzten zwei Tage waren ebenfalls sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Zunächst ist der Trail noch eine Weile dem kleinen Bach namens ‚Aqua Caliente‘ gefolgt. An der Stelle, wo der Trail vom Bach weg führte, habe ich nochmal drei Liter Wasser mitgenommen, denn es war für eine längere Zeit die letzte Gelegenheit.

Aqua Caliente

Auch sonst war die Wüste jetzt stellenweise wieder erfreulich grün. Zuletzt bin ich viel mit ‚Flash‘ gewandert, einem Wanderer aus Deutschland, der diesen Namen bekommen hat, weil er so schnell ist. Ich bin nicht ganz so schnell, aber momentan scheint er sich meinem Tempo anzupassen.

So grün stellt man sich eine Wüste eigentlich nicht vor.
Ein Wüstenbewohner
Ich

Jetzt sind wir am Paradisen Valley Cafe, einem Cafe etwa eine Meile vom Trail entfernt. Leider schließt es anders als normalerweise momentan bereits um 15:00, sodass wir heute hier leider kein Essen bekommen haben. Aber man darf hier zelten und wir können uns jetzt auf das Frühstück dort freuen. Als Abendessen gab es daher stattdessen als ersten Gang wieder Mac & Cheese und als zweiten Gang eine Ramen-Nudelsuppe. In Julian habe ich mir eine kleine Flasche Olivenöl gekauft und jetzt reichere ich alle Gerichte mit etwas Olivenöl an, um die Kalorienzahl etwas zu erhöhen (1 Esslöffel Öl hat immerhin 120kcal). Es ist nicht ganz so leicht, jeden Tag auf die nötige Kalorienzahlnzu kommen, aber zuletzt ist es mir glaube ich ganz gut gelungen.

Vegetation in der kalifornischen Wüste

Heute Mittag gab es noch kurz ein bisschen Aufregung, als wir uns unter einem Busch im Schatten für die Pause niedergelassen hatten. Plötzlich tauchte neben uns eine kleine Schlange auf, die sich, nachdem sie vollständig aus dem schattigen Gebüsch herausgekommen war, auch noch als Klapperschlange herausstellte. Daraufhin sind alle aufgesprungen, um etwas Abstand zu gewinnen. Die Schlange war aber ganz relaxed und hat sich nicht besonders für uns interessiert.

Klapperschlange in der Mittagspause

In den nächsten zwei Tagen geht es dann über Mt. San Jacinto, was die bisher größte Herausforderung werden dürfte. Normalerweise liegt dort um diese Jahreszeit noch viel Schnee, weshalb ich mir auch Microspikes für die Schuhe zum Paradise Valley Cafe habe schicken lassen, die ich dort morgen früh abholen kann. Allerdings ist aufgrund der warmen Wetterlage schon so viel Schnee geschmolzen, dass ich mir gar nicht mehr sicher bin, ob die überhaupt nötig sein werden. Aber es kann ja nicht Schaden, welche zu haben. Nach Mt. San Jacinto geht es dann in das Städtchen Idyllwild.

Mt. San Jacinto liegt jetzt direkt vor uns.

2 Gedanken zu „Tage 10-11: Bis zum Paradise Valley Cafe

  1. Ich habe heute zum 1. Mal von Deiner Tour gelesen. Wirklich anstrengend so ohne gute Verpflegung zu marschieren! Habe weiter viel Freude.

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